Die Entdeckung der Unendlichkeit.

Es ist Kinozeit. Das sieht man daran, dass die Menschenschlange bis weit vor die Eingangstüren der Kinos reicht. Was wohl daran liegt, dass nach der Weihnachtszeit alle irgendwie in ein Januarloch fallen und weder die Muße noch die Energie haben (die zusätzlichen Weihnachtspfunde wiegen schwer) sich besonders viele Gedanken um ihre Abendgestaltung zu machen. Da kommt einem so ein Kinobesuch ganz gelegen.

Mich hatte die Vorschau von „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ berührt und so tauchte unsere kleine Mädelsrunde in eine Geschichte ein, die von der ganz großen Liebe, aber leider auch einer sehr schrecklichen Krankheit erzählt. Protagonist ist der Astrophysiker Stephen Hawking, der während seines Studiums in Cambridge an ALS erkrankt sowie seine Frau Jane Wilde, die nicht von seiner Seite weicht und selbst in den schwierigsten Momenten immer wieder für ihn und das Erreichen seiner wissenschaftlichen Ziele kämpft.

Es berührt zu sehen, welche Kraft die Liebe frei setzen kann. Nun widerfährt nicht jedem das Glück der Liebe auf den ersten Blick, wie es bei den beiden der Fall zu sein schien, doch vermisst man in Zeiten von Speed-Dating dank Tinder und Co. doch irgendwie genau diese ganz großen Gefühle, für die man auch mal was wagt, mal mutig ist, mal seine eigene Komfortzone verlässt. Wenn das was Jane für Stephen tut – nämlich trotz des Wissens wohin diese Krankheit führen wird, zu heiraten, drei Kinder zu bekommen, ihn zu pflegen und selbst dann nicht aufzugeben, wenn man fast schon meint, dass es besser wäre um seinen Leidensweg zu beenden – wenn das die Dinge sind, die man für die ganz große Liebe tut, dann sind wir bindungsunfähigen Großstädter Dimensionen und unzählige schwarze Löcher davon entfernt.

Nun, dies war ein kleiner gefühlsduseliger Ausflug. Aber der Film hat berührt und er hat zum Denken angeregt. Und dazu das eigene Leben einmal mehr zu wertschätzen. Denn diese grausame Krankheit, die sehr eindrucksvoll von Eddie Redmayne gespielt wurde, ist wie ein Gefängnis für den gesunden Geist in einem sehr kranken, nicht mehr funktionierenden Körper. Das Bedürfnis meinen Vorsatz „mehr Sport im neuen Jahr“ (Klassiker, i know) aktiv zu verfolgen, ist nun noch ausgeprägter. Wir sind jung, wir sind fit – wir sollten uns freuen, unsere Körper herausfordern zu können. Und die Liebe, wenn wir denn mal mutig werden.

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