another holy moly.

Inzwischen brauche ich schon gar nicht mehr betonen, wie verrückt es ist, dass ich mich erneut dem Jahresrückblick zuwende. Da draußen, in der kalten Dezemberluft, der Abend des letzten Tages hat noch nicht einmal begonnen, fliegen bereits die Böller, während ich, zumindest gedanklich, noch im Verlauf des Jahres festhänge. Jedes Jahr nehme ich mir aufs Neue vor, mehr Zeit ins Schreiben zu investieren und schon ertappe ich mich wieder dabei festzustellen, dass kreativer Output zu kurz kam. Zeit ist ein seltsames Ding, manchmal meine ich, sie rennt von Jahr zu Jahr schneller. Und mit ihr verändern sich manchmal auch die Dinge, die gefühlt immer da waren oder zumindest, für sehr lang. „Wie lang ist für immer“, fragte schon Alice und der Hase antwortete: „Manchmal nur eine Sekunde“.

Wie viele andere, pflege auch ich die Tradition des zurück Blickens und Bilanz Ziehens. Leider gelingt das in der Regel besser als der Blick auf das Kommende – aber das ist ein anderes Thema. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber ich werde an den letzten Tagen des Jahres wirklich immer ein wenig sentimental. Deshalb nehme ich mir zu dieser Zeit auch mehr Zeit zur Reflexion, als zu jeder anderen des Jahres. Des Öfteren packt mich dann eine gewisse Aufbruchsstimmung, so dass ich am liebsten mein Leben auf den Kopf stellen möchte. Diese vielen Optionen, diese Erwartungshaltung an einen selbst „live your life to the fullest“. Du meine Güte, das kann ganz schön anstrengend sein. Und ist doch irgendwie auch eine ganz schön wichtige Maxime.

Während die letzten letzten zwei Jahre durch viel Neues geprägt waren, durch viele ups und downs, ist 2016 im Vergleich doch weitaus stabiler gewesen. Der Wunsch nach weniger Turbulenz vom vorletzten Jahr ist also definitiv in Erfüllung gegangen. Nichtsdestotrotz vergeht kein Jahr ohne Überraschungen – manche positiv, andere weniger. Manches versteht man auch im Rückblick trotz Kopfzerbrechens nicht, so dass man nur  hoffen kann, dass vielleicht das neue Jahr den Knoten löst.

2016 war aber vor allem ein Jahr der Erkundungstouren und das ist etwas, das sich auf keinen Fall ändern soll. Endlich wurde mal wieder so ziemlich jeder Urlaubstag für Reisen genutzt – egal ob ins ferne Thailand, in die bekannten USA, Nachbarländer, innerhalb Deutschlands oder der eigenen Stadt: jede Reise ist die Reise wert. Das Hashtag neverstopexploring trifft es wohl am besten und obwohl ich das Prinzip von klassischen, immer wiederkehrenden Vorsätzen (mehr Sport, gesünder leben, mehr Geld sparen, blabla) ablehne, so bringt die Reflexion eines Jahres doch zumindest gewisse Erkenntnisse in den Kategorien: „Hat irre glücklich gemacht“ und „Ist völlig überbewertet“. Mehr Zeit in Reisen investieren macht irre glücklich. Beziehungen pflegen macht irre glücklich. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit Sporteln macht irre glücklich. Ziele haben macht irre glücklich, Stolpersteine auf dem Weg dahin machen nur temporär unglücklich.

Über alles was traurig gemacht hat und wir nicht ändern können, denken wir mal nicht nach – davon gab es dieses Jahr außerhalb unseres persönlichen Umfelds leider auch eine ganze Menge. Hoffen wir, dass 2017 uns mit weniger Aufregung überrascht.

Auf ein gesundes, friedliches & buntes Jahr 2017! Guten Rutsch ihr Lieben!

 

 

 

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